Geschichte des Verlags

1871
Am 11. November wurde der C. Bange Verlag in Halberstadt gegründet. 1898 erwarb Hermann Beyer, der Großvater der jetzigen Gesellschafter den Verlag, siehe unten.

1897
Die verlegerische Tätigkeit von Hermann Beyer begann am 1. April in Leipzig. Am 1. Juni kaufte er die Rechte an der bis dahin erst in 4 Bändchen vorliegenden Lektürehilfen Reihe "Dr. Wilhelm Königs Erläuterungen zu den Klassikern". Diese erfolgreiche Interpretations-Reihe erreichte bis 1933 einen Umfang von ca. 240 Bänden.

1898
Beyer erwarb am 24. August den seit 1871 in Halberstadt ansässigen Verlag C. Bange. Mit diesem Kauf übernahm das Leipziger Verlagshaus die Reihe "Kleine Übersetzungsbibliothek römischer und griechischer Klassiker". Bis 1932 kamen noch einige Verlage unter das Verlagsdach Hermann Beyers, die jedoch unter ihrer alten Firmenbezeichnung weitergeführt wurden. Mit diesen Übernahmen kam neben literarischen Werken (H. C. Andersen) und buchhändlerischer Fachliteratur auch die Bastel-Buchreihe "Wie baue ich mir selbst" ins Verlagsprogramm.

1912
erschienen die ersten Lernhilfen im Beyer Verlag. In der Folgezeit bereinigte Hermann Beyer das Verlagsprogramm durch Verkäufe und konzentrierte sich auf die Veröffentlichungen des Bereiches der außerschulischen Bildung.

1935
Am 17. Juli starb Hermann Beyer. Mit Wirkung vom 1. Oktober übernahmen die Söhne Rudolf und Wolfgang das Verlagsgeschäft. Die Reihe "Wie baue ich mir selbst", die ersten in Deutschland veröffentlichten Anleitungen zum Bau eines Radios, Segelflugzeuges, Kleinautomobils und anderer Gegenstände erreichte die beachtliche Anzahl von 305 Bauanleitungen.

1944
Die passive Haltung der Verlagsinhaber zum Nationalsozialismus zog berufliche Schwierigkeiten nach sich und gipfelte am 26. 8. in der Schließungsverordnung für den gesamten Betrieb.

1945
Mit Bescheid vom 10. Oktober, ergangen durch die neu gebildete Zentralstelle für Buch- und Bibliothekswesen beim Volksbildungsamt der Stadt Leipzig, konnte der Verlag die buchhändlerische Verkaufstätigkeit wieder aufnehmen. Eine Verlags- und Produktionslizenz jedoch musste bei der sowjetischen Besatzungsmacht beantragt werden. Die mehrfache Antragstellung ließ erahnen, dass eine vollumfängliche Aufnahme der Verlagstätigkeit zumindest sehr erschwert würde.

1951
Am 24. Oktober erfolgte mit der Neueintragung ins Handelsregister Bayreuth der Beginn der Verlagstätigkeit im oberfränkischen Hollfeld, aus politischen wie rechtlichen Gründen unter dem Verlagsnamen C. Bange. Der Neubeginn geschah in Absprache mit den noch in Leipzig arbeitenden Eigentümern und wurde von einem ehemaligen Leipziger Mitarbeiter, Herrn Helmut Breitfeld, geleitet. Am 23. 12. 1953 erfolgte die Ablehnung des Antrages für eine Produktionslizenz durch die nunmehr existierenden DDR- Behörden.

1962
beendete der Verlag Hermann Beyer seine Auslieferungstätigkeit in Leipzig. Zwischenzeitlich hatte sich der C. Bange Verlag in Hollfeld etabliert.

1976
Am 2. Januar trat der Enkel des Gründers, Joachim Beyer, in die Firma ein. Dem Erfolg der Reihe "Dr. Wilhelm Königs Erläuterungen zu den Klassikern" trug der Verlag unter Beyers Leitung durch zeitgemäße Änderungen und Aktualisierungen Rechnung. In diese Zeit fällt auch die Änderung des Reihennamens in "Königs Erläuterungen und Materialien". Die Reihe "Bange Lernhilfen" wurde weiter ausgebaut.

1997
Seit dem 1. Januar wird der C. Bange Verlag GmbH & Co. KG von Thomas Appel und Kerstin Lange, einer Enkelin des Hermann Beyer, geführt.

1998
Mit der Einführung der Neuregelung der Rechtschreibung zum 1. August 1998 ergaben sich besonders für den Bereich Lernhilfen Deutsch umfangreiche Änderungen. Im Zuge dieser Änderungen wurde auch das Erscheinungsbild der Reihe umgestellt.

1999
Dem Bedürfnis, sich kurz zu bestimmten Themen zu informieren, wurde mit Erscheinen der Reihe "kurz & bündig" entsprochen.

2000
Neu ins Programm kamen im Jahr 2000 Abiturtrainer Deutsch. Die Reihe der Erläuterungsbändchen wird verstärkt durch zeitgenössische Literatur ergänzt und ändert ihr bis dato gewohntes Erscheinungsbild. Durch ständige Überarbeitung wird gewährleistet, dass die Bändchen aktuell sind, und den schulischen Anforderungen entsprechen.

2001
Der Bange Verlag geht online.

2002
Der Verlag ändert die Gesellschaftsform in C. Bange Verlag GmbH.

2003
Mit umfangreichen Änderungen in der inhaltlichen Ausrichtung nimmt der Verlag auch eine Umbenennung der Lernhilfenreihe in "Königs Lernhilfen" vor.

2004
Der erste Band der neuen Reihe "Königs Kopiervorlagen" erscheint.

2005
Relaunch und Neugestaltung des Webauftrittes

2008
Jubiläum wird gefeiert - 111 Jahre "Königs Erläuterungen"

2010
Relaunch der Königs Erläuterungen – inhaltliche und optische Überarbeitung der Reihe in Folge einer breit angelegten Schüler- und Lehrerbefragung

2011
Jubiläum – 140 Jahre C. Bange Verlag
Relaunch und Neugestaltung des Webauftrittes

2014
Neugestaltung der Königs Lernhilfen.
Der erste Abitrainer erscheint.
Es liegen 100 Titel im EPUB-Format vor.

2015
Relaunch und Neugestaltung des Webauftrittes. Die Seite des C. Bange Verlages wird für mobile Endgeräte optimiert.

Die Königs Erläuterungen im Wandel der Zeit – von 1897 bis heute: