Der kleine Hobbit. Jugendbuchempfehlung

J. R. R. Tolkien:

Der kleine Hobbit

1. Bibliografische Angaben und Lesestufe

  • J. R. R. Tolkien: Der kleine Hobbit. München: dtv junior, 2004, 480 S. (illustriert von Klaus Ensikat, übersetzt von
    Walter Scherf, Originaltitel: The Hobbit)
  • Lesestufe: 6. Klasse

Tipp: -> Königs Erläuterung zu Der kleine Hobbit. Textanalyse und Interpretation

2. Inhaltsangabe

Der Hobbit Bilbo Beutlin aus dem Auenland lebt in einer Höhle und genießt die Gemütlichkeit seines friedlichen Lebens. Eines Tages bekommt er allerdings Besuch von 13 Zwergen und dem berühmten Zauberer Gandalf. Diese sind auf dem Weg, den alten Familienschatz der Zwerge zurückzuerobern, der im Inneren des Einsamen Berges von dem gefährlichen Drachen Smaug bewacht wird. Der Hobbit lässt sich überreden, die Gruppe zu begleiten.
Nun beginnt eine abenteuerliche, lange Reise durch unterschiedlichste Landschaften. Auf dem Weg begegnen sie seltsamen Fantasygestalten (u. a. Elben, Trollen, Orks, Riesenspinnen, Wargen) und müssen zahlreiche Abenteuer bestehen. Durch Zufall gelangt Bilbo in den Besitz eines Zauberringes, der unsichtbar machen kann.
Als die Gruppe schließlich am Einsamen Berg angekommen ist, gelingt es Bilbo, den Drachen so zu provozieren, dass dieser die nahe gelegene Stadt aus Wut angreift und dabei getötet wird. Nun kommt es zu einer abschließenden Schlacht um den Schatz, den Bilbo und die Zwerge zusammen mit Menschen, Elben und weiteren Verbündeten („die Guten“) gegen Orks und Wargen („die Bösen“) gewinnen können.
Nach etwa einem Jahr kehrt Bilbo Beutlin als gereifte Persönlichkeit in seine Höhle zurück. Er hat nicht nur Vieles über seinen eigenen Mut und seine Geschicklichkeit erfahren, sondern auch erkannt, wie wichtig Gemeinschaftssinn und gegenseitiges Vertrauen sind. Das Buch, das sicherlich nicht nur ein Kinderbuch ist, bildet den Prolog zu Tolkiens dreibändigem Fantasyepos Der Herr der Ringe.

3. Kurzinformationen zum Autor

John Ronald Reuel Tolkien wurde 1892 als Sohn britischer Eltern in Südafrika geboren, bereits im Alter von vier Jahren siedelte er mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Birmingham (England) über. Tolkiens Vater starb kurz darauf in Südafrika (1896), seine Mutter 1904 und so wuchs er bei Verwandten unter der Vormundschaft eines Paters auf.
Tolkien studierte englische Sprache und Literatur und wurde nach Fronterlebnissen im Ersten Weltkrieg 1924 schließlich Dozent und später Professor für englische Sprache an der Universität Leeds. Vermutlich bereits ab 1916 beschäftigte sich Tolkien mit der Mythologie seiner Märchenwelt „Mittelerde“ und ihren fantastischen Bewohnern.
1937 erschien schließlich Der kleine Hobbit (The Hobbit), der so erfolgreich war, dass vom Verlag gleich um eine Fortsetzung gebeten wurde. 1948/49 stellte Tolkien, mittlerweile Professor für englische Sprache und Literatur in Oxford, sein berühmtestes Werk Der Herr der Ringe (The Lord of the Rings) fertig. Um das Verlagsrisiko zu verringern, wurde es in drei Teilen veröffentlicht. In den vier Werken hat Tolkien ein komplettes mythologisches System mit eigener Flora und Fauna (mit Elben, Wargen, Hobbits, Orks, Trollen etc.) geschaffen. Für viele dieser Wesen hat er gar eine eigene Sprache mit eigenem Wortschatz und vollständiger Grammatik entwickelt. Die Bücher, besonders die Fantasywesen, sind zu Vorbildern vieler anderer Werke geworden.
Der Herr der Ringe wurde sowohl in den USA als auch in Europa schnell zum Kultbuch der Fantasy-Literatur, die in den 70er Jahren durch Tolkien einen Boom erlebt. 1972 wurde Tolkien von der englischen Königin zum „Commander of the British Empire“ ernannt. Im September 1973 verstarb der „Vater der Fantasy-Literatur“ im südenglischen Bournemouth. Die Werke Tolkiens erleben seit 2001 eine Renaissance durch die Kinotrilogie Der Herr der Ringe; jeweils zum Jahresende 2001–2003 wurde ein Teil der Trilogie zum weltweiten Kassenschlager in den Kinos. Die erfolgreiche Verfilmung wurde von einer Fantasy-Welle begleitet, die Tolkiens Bücher wieder auf die vorderen Plätze der Bestsellerlisten getragen und somit auch bei den Schülern die Begeisterung für dieses Literaturgenre geweckt hat.

4. Allgemeine Einordnung

Der kleine Hobbit lebt von der Faszination des Lesers durch die fantastische Welt, die Tolkien präsentiert. Und genau diese Faszination kann im Unterricht der Unterstufe gewinnbringend eingesetzt werden: Die Schüler sind begeistert von den unterschiedlichsten Figuren (Hobbits, Zwergen, Orks, Elben etc.), die alle sehr facettenreich eingeführt werden, und von den immer wieder wechselnden Handlungsorten (die gemütliche Höhle Bilbo Beutlins, das bedrohliche Nebelgebirge, das mystische Rivendell etc.).
Im Unterricht muss dieser vielfältige, die Phantasie anregende Inhalt durch produktionsorientierte Methoden (Lesetagebuch, Malen von Figuren, Szenen in ein Hörspiel oder ein Theaterstück umsetzen) in den Mittelpunkt gestellt werden. Gleichzeitig sollte aber auch die reichhaltige Sprache des Textes einbezogen werden. Hier können z. B. die Lautmalerei, die Redeweise bestimmter Figuren (z. B. des Drachen Smaug ab S. 351) oder die eingefügten Lieder (z. B. der Zwerge) analysiert werden.
Zudem interessiert die Schüler besonders die Figur Bilbo Beutlin, die sich im Verlauf der Geschichte verändert. Der Hobbit lebt zu Beginn des Buches bequem und in Ruhe, nach den Abenteuern ist er aber zu einem mutigen „Meisterdieb“ gereift. Der zunächst Schwache und Kleine übernimmt Verantwortung und setzt sich immer wieder für das Wohl der Gruppe ein. Mithilfe ausgewählter Textstellen (z. B. S. 149 f.: Bilbo Beutlin macht sich Gedanken, wie er die Zwerge retten kann, diese beschweren sich gleichzeitig bei Gandalf, wieso man den Hobbit eigentlich mitnehmen musste) kann dieser Wandel des Hobbits und seine damit verbundene Haltung zu Treue, Zusammenhalt und Ehre thematisiert werden.  Das Buch bietet die Möglichkeit, im Unterricht Lesebegeisterung – u. a. durch das Erfolgserlebnis, ein so umfangreiches Buch bewältigt zu haben – zu wecken. Viele Schüler werden motiviert, das Folgewerk Der Herr der Ringe zu lesen, der Lehrer sollte aber auch auf andere Fantasy-Werke (z. B. Drachenreiter von Cornelia Funke) aufmerksam machen.

5. Strukturelle und sprachliche Besonderheiten

Der kleine Hobbit umfasst 480 Seiten, die in 19 Kapitel untergliedert sind. Dieser Umfang ist für leistungsstarke Schüler eine spannende Herausforderung, für schwächere Schüler wirkt er abschreckend. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass sowohl die Schriftgröße als auch der Zeilenabstand sehr großzügig gewählt sind und viele Bilder das Lesen beschleunigen.
Die Handlung hat eine sehr klare, chronologische Struktur, besonders die Landkarte am Anfang des Textes vereinfacht das Textverständnis. Die Kapitel sollten von den Schülern durchnummeriert werden, dann ist eine gemeinsame Orientierung leichter möglich.
Die Sprache des Textes ist für die Schüler zwar eingängig, dennoch – besonders für schwächere Schüler – zunächst an mehreren Stellen gewöhnungsbedürftig. Die zahlreichen Einschübe des Erzählers unterbrechen zuweilen den Lesefluss und irritieren die Schüler. Auch die Sprache der einzelnen Figuren (z. B. antwortet der weise Zauberer Gandalf, nachdem Bilbo Beutlin „Guten Morgen“ zu ihm gesagt hat: „Wünscht ihr mir einen guten Morgen oder meint Ihr, dass dies ein guter Morgen ist, gleichviel, ob ich es wünsche oder nicht. Meint Ihr, dass Euch der Morgen gut bekommt oder dass dies ein Morgen ist, an dem man gut sein muss?“, S. 13) ist für die Schüler sicherlich nicht immer einfach zu erfassen, gleichzeitig bietet sie aber die Möglichkeit, genau diese Unterschiede zu unserer Alltagssprache im Unterricht zu thematisieren und so die Qualität des Textes zu verdeutlichen.

6. Didaktische Anregungen

Arbeit an einem Lesetagebuch
Aufgrund des Umfangs der Lektüre kann im Unterricht natürlich nur sehr exemplarisch gearbeitet werden. Dennoch sollen sich die Schüler mit dem gesamten Werk beschäftigen. Ein Lesetagebuch fördert diese individuelle Auseinandersetzung, besonders der Vorstellung von den vielen phantastischen Gestalten kann dort Raum gegeben werden.
Bevor die Schüler mit dem Lesen und dem Erstellen des Lesetagebuches beginnen, müssen im Unterricht sehr genaue Anforderungen an das Lesetagebuch abgesprochen werden. Man muss klären, wie bzw. ob das Lesetagebuch benotet wird, und einen genauen Abgabetermin festlegen (in der Klasse gut sichtbar aufhängen). Es muss – besonders wenn die Schüler noch keine Erfahrungen mit Lesetagebüchern haben – auch ein Format vereinbart werden. Es eignet sich entweder eine „Hobbitmappe“ (Schnellhefter oder Ringbuch DIN A4) oder, falls wenige Kopien eingeheftet werden sollen, ein Heft im DIN A5-Format (ggf. zwei Hefte zusammenkleben).
Der Erfolg des Lesetagebuches hängt davon ab, ob die Schüler ausreichend kreative Ideen für die Gestaltung haben. Hier muss in einer einführenden Stunde unbedingt ein großes Repertoire an Möglichkeiten vorgestellt werden. Falls die Schüler schon einmal ein Lesetagebuch gestaltet haben, kann man Ideen in einem Brainstorming sammeln, die dann vom Lehrer ergänzt werden, in unerfahrenen Klassen kann aber auch ein Arbeitsblatt mit Vorschlägen verteilt werden. Solche Anregungen können sein:

  • notieren, wann man was gelesen hat,
  • Bilder zu bestimmten Abenteuern malen,
  • Szenen in einen Comic umwandeln,
  • eine Lieblingsstelle abschreiben und begründen, warum sie so gefällt,
  • Material z. B. aus dem Internet einkleben,
  • eigene Gefühle zu einer Szene notieren,
  • Klappfiguren herstellen (z. B. Kopf und Herz einer Figur können geöffnet werden und zeigen Gedanken und Gefühle),
  • Leerstellen des Buches füllen,
  • neue Szenen schreiben,
  • Briefe an die Figuren oder zum Abschluss an den Autor schreiben,
  • ein neues Cover zeichnen,
  • Personen des Buches vorstellen (Steckbrief).

Der Klasse muss an dieser Stelle mitgeteilt werden, ob es Pflichtthemen gibt, die jeder bearbeiten muss, ob verschiedene Wahlthemen vorgegeben werden oder ob das gesamte Buch frei gestaltet werden kann. Gerade schwachen Schülern helfen hier klare Anweisungen, da sie mit völliger Freiheit oft überfordert sind. Es wäre also sinnvoll vorzugeben, dass immer (z. B. auf der ersten Seite des Tagebuches) genau notiert wird, wann was gelesen worden ist, und dass jedem der 19 Kapitel mindestens eine Seite/Doppelseite gewidmet wird. Auf dieser Doppelseite muss mindestens eine bildliche Darstellung sein (Bild einer Figur oder eines Gegenstandes des Kapitels, Comic, Collage etc.), jede weitere Leistung ist dann freiwillig. Diese Vorgaben sind sehr motivierend und überfordern auch die schwächeren Schüler nicht.

Nach dieser Einführungsstunde sollten die Schüler etwa drei bis vier Wochen Zeit haben, die Ganzschrift zu lesen und parallel das Tagebuch zu erstellen. Es hat sich bewährt, an festen Kontrollterminen die Lesetagebücher zu überprüfen (z. B.: an jedem Montag müssen fünf weitere Kapitel bearbeitet sein). In den vier Wochen kann die Unterrichtseinheit zur Lektüre bereits parallel beginnen.
Zum Abschluss der Unterrichtsreihe sollten die Lesetagebücher unbedingt als Produkt gewürdigt werden, z. B. im Rahmen einer abschließenden Ausstellung (s. u.). Die Schüler entscheiden dann, welche besonders interessante Seite ihres Buches sie aufgeschlagen zeigen möchten.

Ideen für den Unterrichtsverlauf
Es ist sinnvoll, diese Lektüre an die Besprechung von Märchen der Gebrüder Grimm anzuschließen, da die Schüler in zahlreichen Märchen Handlungsmuster aus dem Hobbit wiederfinden können (Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen; Hans im Glück; Der Meisterdieb).
Zu Beginn des gesamten Unterrichtsvorhabens sollte in der Klasse eine sog. „Hobbitwand“ eingerichtet werden. Dies können entweder mehrere Stellwände oder eine große freie Fläche an der Wand sein. Zum einen dient diese zur Visualisierung der Textstruktur (Landkarte mit dem Reiseweg und den Abenteuern, Kalender mit Zeitraster – diese können entweder von sehr leistungsstarken Schülern erstellt werden, im Unterricht entstehen oder z. T. vom Lehrer vorgefertigt sein), zum anderen können viele Arbeitsergebnisse aus produktionsorientierten Aufgaben ausgestellt werden.
Als Einstieg, der den Schülern einen ersten Zugang zu dem Text vermitteln soll, kann man die Schüler in die Rolle J. R. R. Tolkiens versetzen, der vor einem leeren Blatt Papier sitzt und bisher nur den Satz „In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit.“ geschrieben hat. Die Schüler sollen sich nun überlegen: Was ist ein Hobbit? Wie sieht er aus? Welche Gewohnheiten, welchen Charakter hat er? Diese Eindrücke können z. B. in einem Bild ausgedrückt werden. Falls einige Schüler allerdings schon mit der Lektüre begonnen haben, ist der Einstieg wenig gewinnbringend. In diesem Fall ist es sinnvoller, gemeinsam die Seiten 7–11 zu
lesen und einen ersten Steckbrief von Bilbo Beutlin zu erstellen.
Das Thema der nächsten Stunde ist dann die Teerunde Beutlins mit den Zwergen. Die Schüler sollen die Szene (S. 17–50) zuhause vorbereitend gelesen haben und nun arbeitsteilig folgende Aufgaben auf einem Lernplakat lösen und anschließend präsentieren:

  1. Erstellt eine Gästeliste! Welche Merkmale der einzelnen Zwerge lernen wir kennen?
  2. Wovon singen die Zwerge in dem Lied auf Seite 28–30?
  3. Was löst das Lied bei Bilbo Beutlin aus?

Die Schüler sollen erkennen, dass nun deutliche Aufbruchstimmung herrscht. Als Hausaufgabe zeichnen sie ein Bild von der Gruppe, die nun zum Einsamen Berg aufbricht, wobei in einer Gedankenblasse die Gedanken jeder Figur eingefügt werden sollen. Die Zwerge können dabei – außer Thorin Eichenschild – als eine Person behandelt werden.

Nun beginnen die eigentlichen Abenteuer, für die sich die Schüler eine Übersicht anlegen, die auch in der Klasse auf einem Plakat ausgehängt werden sollte. Auf dieser Übersicht wird jeweils auch das Verhalten des Hobbits (z. B. das Versagen beim ersten Abenteuer mit den Trollen) eingetragen, um seinen Reifungsprozess zu visualisieren.
Falls das Lesetempo der Klasse beschleunigt werden soll, können einzelne Schüler die Aufgabe erhalten, den Inhalt von Kapiteln zusammenzufassen und am Anfang der Stunde kurz zu präsentieren, um diese Kapitel dann bei der Besprechung auszulassen. Die Schüler können sich die Zusammenfassung auch per E-Mail zuschicken, um sie ins Lesetagebuch zu kleben.
Für die Besprechung der Abenteuer bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an, die im Folgenden nur kurz skizziert werden. Einzelne Figuren können genauer analysiert werden. Dafür eignet sich zum Beispiel Beorn (ein Wesen, das zwischen der Gestalt eines Menschen und eines Bären wechseln kann), der sowohl sehr positive als auch negative Charakterzüge hat und von den Schülern zunächst sehr unterschiedlich eingeschätzt wird. Hier wäre eine Diskussion möglich: Ist Beorn ein netter Typ oder eine Gefahr? Die Schüler müssen Argumente zusammenstellen (mit Textbeleg) und diese in einer Diskussion (z. B. mit der Methode der Debatte, einer Fishbowl, einer Meldekette) vortragen. Der Drache Smaug kann mit dem völlig anders angelegten Drachen Lung aus Cornelia Funkes Buch Drachenreiter verglichen werden. Dies ist eine motivierende Zusatzaufgabe für lesebegeisterte einzelne Schüler.

Spannend ist für die Schüler das Hören bestimmter Kapitel der Hörspielfassung (Hörverlag, 4 Audio-CDs). Ein Einsatz lohnt sich z. B. beim Kapitel „Fliegen und Spinnen“ (S. 223–241). Aufbauend auf das Gehörte kann mit der Klasse diskutiert werden: Was habt ihr außer dem Text gehört? Warum hören wir diese Musik und Geräusche? Was erfahren wir dadurch z. B. über die Gefühle der Personen? Die Schüler können dann selbst Textstellen in ein Hörspiel umschreiben. Es eignen sich z. B. die Seiten 110 oder 231. Die Schüler müssen die Handlung in ganz kurze Sequenzen zerschneiden, Geräusche zuordnen, Hintergrundmusik festlegen (eventuell fächerübergreifende Arbeit möglich) und jeweils auch eine Begründung für ihre Entscheidung notieren. Dann sollen sie ihre Ideen praktisch ausprobieren und müssen dabei besonders überlegen, wie sie ihre Geräusche erzeugen (z. B. plätscherndes Wasser oder das schleifende Geräusch eines Schwertes). Dies ist organisatorisch recht schwierig, die Erfahrungen und der Spaß, den die Schüler bei dieser Gruppenarbeit haben, rechtfertigen aber den Aufwand. Interessant ist auch das Spielen einzelner Szenen. Sicherlich ist es lohnenswert in einer Theater-AG den Roman als Theaterstück umzusetzen (hierzu gibt es bereits helfende Literatur), im regulären Deutschunterricht ist das aber kaum zu leisten.

Auf jeden Fall sollte am Ende des Unterrichtsvorhabens, an dem die Schüler sehr stolz sind, das umfangreiche Werk bewältigt zu haben, eine abschließende Präsentation stehen. Dies kann eine Ausstellung in der Schule sein, ein Elternabend mit Lesung, Hörspielszenen und Vorstellung der Arbeitsergebnisse oder eine gemeinsame „Fantasyparty“.


Empfohlen von Christiane Althoff

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